2016 · Kamera
World of Wolfram — Staffel 1
Web-Serie · funk (ARD/ZDF) · Staffel 1
Comedy-Fantasy-Webserie für funk (ARD/ZDF) — ein Gamer, dessen Online-Figuren plötzlich in seiner WG-Küche stehen.
Comedy-Fantasy-Webserie für funk (ARD/ZDF) und YouTube — irgendwo zwischen WG-Alltag, Nerdkultur und völliger Eskalation.
Im Zentrum steht Wolfram: Gamer, Außenseiter, leicht überfordert vom echten Leben. Als plötzlich die Figuren seines Online-Rollenspiels in seiner Wohnung auftauchen, beginnt die Grenze zwischen Fantasywelt und Realität langsam zu verschwimmen. Ein Ork steht in der Küche. Eine Elfe kommentiert den Alltag. Quests werden zu Beziehungsproblemen, WLAN zum magischen Portal und die WG Stück für Stück zu einem absurden Paralleluniversum.
Die Serie verbindet klassische Fantasy-Elemente mit trockenem deutschem Humor und einer bewusst cineastischen Bildsprache, die sich deutlich von typischen Webproduktionen ihrer Zeit abhob. Statt Internet-Sketch-Ästhetik entstand eine eigene kleine Welt — mit Production Design, aufwendigen VFX, atmosphärischem Licht und einer visuellen Ernsthaftigkeit, die den absurden Humor überhaupt erst funktionieren ließ.
Für die Kamera entwickelten Max Tsui und Sebastian Fred Schirmer eine Bildsprache, die Fantasy nicht ironisch behandelt, sondern emotional ernst nimmt. Viele Szenen leben genau aus diesem Kontrast: epische Lichtstimmung trifft auf deutsche Alltagsrealität, magische Figuren auf chaotisches WG-Leben. Die Serie bewegt sich dadurch ständig zwischen Abenteuerfilm, Comedy und Coming-of-Age-Erzählung.
Idee und Drehbuch stammen von Robert Löhr, Regie führte Lutz Heineking jr. Produziert wurde die Serie von eitelsonnenschein im Auftrag von funk. Die zehn Episoden à rund zehn Minuten erschienen zwischen Oktober und Dezember 2016.
International entwickelte sich World of Wolfram schnell zu einer der sichtbarsten deutschen Webserien ihrer Zeit. Die Produktion gewann unter anderem Best Web Series bei den Los Angeles Film Awards sowie Best Juvenile Series beim Rio Webfest. Beim LA Webfest wurde die Serie zusätzlich in mehreren Kategorien ausgezeichnet — darunter für Regie, Schnitt und Visual Effects — sowie für die Kameraarbeit nominiert.
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