2018 · Kamera
Scorpion
Spielfilm
Spielfilmdebüt der usbekischen Regisseurin Mukhlisa Azizova — eine Koproduktion zwischen Usbekistan, Russland und Marokko.
Spielfilmdebüt der usbekischen Regisseurin Mukhlisa Azizova.
Zwischen Tashkent, Buchara, St. Petersburg und Marrakesch entfaltet sich ein atmosphärischer Thriller über Loyalität, Verlust und die fragile Grenze zwischen Familie und Ideologie. Im Zentrum steht ein Agent des usbekischen Geheimdienstes, der während einer Operation erfährt, dass sein totgeglaubter Bruder noch lebt — und Teil jener terroristischen Organisation geworden ist, die er eigentlich bekämpfen soll. Was als Actionfilm beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einer persönlichen Geschichte über Brüder, Vergangenheit und die Frage, wie sehr Kindheit und Herkunft ein Leben prägen können.
Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Usbekistan, Russland und Marokko. Die Bildsprache lebt von starken Gegensätzen: staubiges Wüstenlicht trifft auf kalte urbane Räume, stille Weite auf dichte Spannung. Der Film verbindet klassische Genre-Elemente mit einer ungewöhnlich emotionalen und visuellen Erzählweise.
38 Drehtage, gedreht in Cinemascope (1:2,39). Drehbuch: Bob Underwood gemeinsam mit Rashid Malikov und Abduzhamil Sadikov. Produktion: Uzbekistan Youth Union und Uzbekkino.
Nach seiner Premiere 2018 wurde Scorpion landesweit in Usbekistan veröffentlicht und entwickelte sich dort zu einem der erfolgreichsten und sichtbarsten Genre-Filme seiner Zeit. Der Film markierte einen wichtigen Moment für das moderne usbekische Kino und machte Mukhlisa Azizova international bekannt. Bis heute gilt Scorpion als einer der prägendsten modernen Mainstreamfilme des Landes — nicht zuletzt, weil er zeigte, dass großes, visuell ambitioniertes Genrekino aus Zentralasien auch international wahrgenommen werden kann.
Zwischen den Takes
Nächstes Projekt
Sennheiser — The Inner Voice →